DIE APPARATIVE INTERMITTIERENDE KOMPRESSION (IKT)

Als ergänzende Möglichkeit zur Vorbeugung von Thrombosen und Behandlung von venösen und lymphatischen Erkrankungen der Beine bietet sich die apparative intermittierende Kompression (pneumatische Wechseldruckanwendung) an. Bei der Behandlung wird Luft intermittierend (stoßweise bzw. zwischenzeitlich nachlassend) in die anliegenden doppelwandigen Beinmanschetten gepumpt. Der Druck wird als wohltuend empfunden, da ein Maximaldruck von 100 mmHg nicht überschritten wird.

Indikationen:

  • Ödeme verschiedener Ursachen = venös bedingte wie auch nach Verletzungen auftretende Wasseransammlungen
  • offenes Bein im Rahmen venöser Durchblutungsstörungen
  • gelenkbedingtes Stauungssyndrom
  • Die Behandlung von primären wie sekundären Lymphödemen kann hiermit ergänzend zu den Lymphdrainagen unterstützt werden
  • Lipödeme, bei Frauen mittleren Alters symmetrisch an den Unterschenkeln auftretende, z.T. schmerzhafte Schwellungen des Fettgewebes, bilden sich mit dieser Methode häufig zurück.

Relative Gegenanzeigen bestehen bei Tumoren im Bereich der Kompressionsmanschette und bei Schmerzen während der Behandlung.

Absolute Gegenanzeigen,die eine Behandlung mit der pneumatischen Wechseldruckanwendung ausschließen, liegen bei Bestehen einer oder mehrerer der nachfolgenden Erkrankungen vor:

  • fortgeschrittene arterielle Verschlusskrankheit (schweres „Raucherbein“)
  • frischer Herzinfarkt (kürzer als 3 Monate zurückliegend)
  • dekompensierte Herzinsuffizienz (fortgeschrittene Pumpschwäche)
  • durch Herz- oder Nierenschwäche bedingte Ödeme
  • maligne Ödeme (durch bösartige Geschwülste hervorgerufen)
  • oberflächliche und tiefe Beinvenenentzündungen sowie Thrombosen
  • Erysipel (Wundrose) im Behandlungsbereich
  • Verletzungen von Unterschenkel

Die jeweils anzuwendenden Behandlungszeiten, die Stärke, das Intervall, die Pausen und die Gesamtdauer einer Behandlungssitzung richten sich nach der Erkrankung und der Gesamtverfassung der Patienten. Ihr behandelnder Arzt bestimmt sie nach der eingehenden körperlichen Untersuchung.

Die empfohlene Behandlungszeit beträgt 20 Minuten als Minimum.
Die 20minütige Sitzung wird nach GOÄ berechnet und kostet EUR 12,00 inklusive Überstrumpf.