Reflexzonentherapie

Das Prinzip der Reflexzonentherapien beruht auf der Tatsache, dass in bestimmten Körperabschnitten sämtliche Organe und Strukturen über sogenannte Reflexbögen (Nervenverschaltungen) miteinander in Verbindung stehen. Diese Tatsache hat zur Folge, dass sich ein Reiz bzw. ein Krankheitszustand in dem zugehörigen Organ oder einem Teil des Gewebes auf den gesamten Bereich, den man Reflexzone nennt, auswirkt. So verändert sich z.B. die Unterhaut und das Bindegewebe, wenn das zugehörige innere Organ (z.B. die Leber oder der Darm) leidet bzw. erkrankt ist. An der Haut werden dann sogenannte „Verquellungszonen“ oder „Verhärtungszonen“ sichtbar. So kann man über die Begutachtung der Haut und des Bindegewebes (der Elastizität, der Abhebbarkeit und der Dicke) an der Haut Diagnostik betreiben, aber eben auch über die Reflexverschaltungen therapeutische Reize geben, die sich auch auf das innere Organ auswirken.

So erklärt sich die Wirkung der uralten Behandlungsmethode des „Schröpfens“, bei der Saugnäpfe für eine bestimmte Zeit auf dem Rücken z.B. an den Verquellungszonen des Bindegewebes aufgesetzt werden. Sie steigern an dieser Stelle die Durchblutung und über die Reflexverschaltungen ebenfalls die Durchblutung der darunter liegenden Muskulatur und des inneren Organes und sämtlicher Strukturen, die sich in der Reflexzone befinden.

In gleicher Weise wirkt die „Blutegelbehandlung“. Hierbei tritt noch die blutverdünnende und dadurch insbesonders abschwellende Wirkung des „Hirudins“ hinzu, eines Stoffes, den der Blutegel an der Bissstelle abgibt und der sehr langanhaltende durchblutungsfördernde und entschlackende Wirkungen im Bindegewebe hat. Deswegen eignet sich diese Art der Behandlung insbesondere auch bei degenerativen Erkrankungen wie z.B. der häufig schmerzhaften Arthrose (z.B. der Kniegelenke). Bereits nach „einer Behandlung“ kann es bei Arthroseschmerzen zu langanhaltenden Besserungen kommen.

Eine weitere Reflexzonentherapie ist die sogenannte „Neuraltherapie“, bei der ein lokales Betäubungsmittel, dass ebenfalls eine durchblutungsfördende Wirkung besitzt, insbesondere an schmerzhafte Strukturen injiziert wird. Dieses können  schmerzende Gelenke, verspannte und verhärtete Muskeln, entzündlich gereizte Sehnen oder verhärtete und evtl. druckempfindliche Narben sein. Die anhaltende Wirkung basiert auf einer „Löschung des sogenannten Schmerzgedächtnisses“ des Körpers. Deshalb tritt eine über die direkt lokal betäubende Wirkdauer hinaus schmerzreduzierende oder befreiende Wirkung ein.

(Darüber hinaus hat die verwendete Substanz „Procain“ viele weitere günstige Wirkungen für den Körper wie z.B. eine direkt antientzündliche Wirkung, eine positive Wirkung gegen die Arteriosklerose und eine gedächtnisverbessernde Wirkung. Hierfür sind die Abbauprodukte des Procains verantwortlich, die  (im Gegensatz zu anderen Schmerzmitteln, wie z.B. Voltaren-Diclofenac, Ibuprofen oder ähnliche) „keinerlei Belastung für Leber oder Nieren“ darstellen.) weglassen, kommt beim nächsten Mal.

So können mit den Reflexzonentherapien gezielt bestimmte Organe und Körperbereiche behandelt werden, die in ihrer Funktion beeinträchtigt oder bereits erkrankt sind. Selbstverständlich lassen sich bereits zerstörte Strukturen nicht mehr reparieren, Schmerzen lassen sich dennoch oft längerfristig so deutlich bessern, dass der Verbrauch an Schmerztabletten meist eindrucksvoll sinkt. Solange noch keine Gewebezerstörungen aufgetreten ist, lassen sich auf diese Weise viele Erkrankungen und funktionelle Störungen z.T. nicht nur dauerhaft und deutlich verbessern, sondern oft vollständig beseitigen.

Weitere und vertiefte Informationen erhalten Sie bei unseren Vorträgen im Hause; beim nächsten Mal werden wir auf die Möglichkeit der Schmerztherapie mit dauerhafter Wirkung und die Störfeldbehandlung durch Neuraltherpaie näher eingehen.